Stillstand bedeutet Rückschritt im Bereich der IT-Sicherheit

Teile den Artikel

Meine Plenarrede zum Antrag IT-Sicherheit an Wissenschaftseinrichtungen stärken:

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine war auch eine Zäsur für die IT-Sicherheit. Das BSI, also das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, schätzt die Bedrohungslage als so hoch wie nie ein. Unsere 37 Hochschulen in NRW waren in den letzten Wochen und Monaten besonders häufig Ziel von Angriffen. Genau deshalb müssen wir handeln und unsere Hochschulen dabei unterstützen, starke und einheitlich hohe Maßnahmen zur IT-Sicherheit umzusetzen.

Im Rahmen von DH.NRW, Digitale Hochschule NRW, sind Hochschulen und Landesregierung gemeinsam am Tisch. Einheitlich hohe Maßnahmen zur IT-Sicherheit werden hier vereinbart und sollen verschiedene Punkte umfassen.

Es geht um die Implementierung und Zertifizierung nach IT-Grundschutzmethodik des BSI, also darum, die Struktur zu analysieren, den genauen Schutzbedarf festzustellen und passende Maßnahmen zu ergreifen, schrittweise Zweifaktorauthentifizierung einzuführen, ein Notfallmanagement zu implementieren. Wir brauchen auch regelmäßige Awareness-Maßnahmen für Mitarbeitende und Studierende, die auch ein Einfallstor für Angriffe sein können, hochschulspezifische Wiederherstellungsstrategien, ein übergreifendes Schwachstellenmanagement, regelmäßige Penetrationstests, Echtzeitanalysen von Sicherheitsalarmen und die schrittweise Verlagerung von dezentraler IT-Infrastruktur der Hochschulen in ein zentrales Rechenzentrum.

Stillstand bedeutet Rückschritt im Bereich der IT-Sicherheit. Deshalb müssen alle diese Maßnahmen regelmäßig weiterentwickelt werden. Dazu beitragen kann ein gemeinsames Computer Emergency Response Team, kurz CERT, welches präventiv Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der Weiterentwicklung ihrer IT-Sicherheitsmaßnahmen unterstützt.

Außerdem kann ein gemeinsames Incident Response Team im Schadensfall bei der Abwehr und der Wiederherstellung unterstützen. Denn eines muss uns klar sein: Hundertprozentigen Schutz vor erfolgreichen Cyberangriffen kann es nie geben.

Weil Stillstand im Bereich der IT-Sicherheit Rückschritt bedeutet, wollen wir die Forscher*innen in NRW, die im Bereich der IT-Sicherheit forschen, unterstützen. Themenfelder wie „Bedrohungs- und Risikoanalyse“ helfen dabei, passende Maßnahmen zu wählen und weiterzuentwickeln. Post-Quanten-Kryptographie wird dann wichtig, wenn Quantencomputer Realität werden. Threat Analysis, also die Analyse von möglichen Angriffen, hilft dabei, gezielte Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die kosteneffizient und zeiteffizient sind.

Deshalb unterstützen wir die Hochschulen, stehen an der Seite der Hochschulen, um IT-Sicherheit auf den Stand der Zeit sicherzustellen und kontinuierlich nach vorne mit Forscher*innen in NRW gemeinsam nach vorn zu entwickeln.

Mehr Beiträge

Wahlkreis

Zum Unwetter in Lippe und Klüt

Erneut hat ein schweres Regenunwetter in Lippe vor allem den Detmolder Ortsteil Klüt getroffen. In den vergangenen 13 Monaten hat die Stadt Detmold sich engagiert und fachkompetent um verbesserten Hochwasserschutz mit besonderem Augenmerk auf Klüt gekümmert: die Maßnahmen, die innerhalb der kurzen Zeitspanne getroffen werden konnten, haben wohl noch Schlimmeres

Julia Eisentraut lächelnd mit den Händen in der Jackentasche
Wahlkreis

Eisentraut begrüßt Förderung des nachhaltigen Tourismus

Land NRW und die EU unterstützen gleich vier Projekte in Lippe und OWL Insgesamt wurden in der zweiten Einreichungsrunde des Wettbewerbes „Erlebnis.NRW – Zukunft von Kultur, Natur und nachhaltigem Tourismus gestalten“ 19 Projekte von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Sie erhalten zusammen rund 29,4 Millionen Euro von Land und EU. Das

Jugend

Newsletter 1/2024

Regelmäßig stelle ich für Lippe wichtige Themen in einem Newsletter zusammen. Dieses Mal mit dem Themenschwerpunkt Kinder: Der vollständigen Newsletter gibt es unten und hier.

Jugend

Girls‘ Day im Landtag: Julia Eisentraut ermutigt zum Mitmachen

Einen Tag lang der jungen Politikerin aus Lippe und ihren Kolleginnen und Kollegen aus der Grünen-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag über die Schulter schauen und das Parlament kennenlernen – das ist am Donnerstag, d. 25. April im Rahmen des Girls‘ Days für Mädchen und genderqueere Jugendliche ab 14 Jahren möglich. Der

Jugend

Abiturient aus Leopoldshöhe gewinnt neue Perspektiven beim 13. Jugendlandtag

Einmal im Jahr findet in Düsseldorf der Jugendlandtag statt. Als Abgeordnete erleben die jungen Menschen den parlamentarischen Alltag mit Fraktionssitzungen, Ausschusssitzungen und Expertenanhörungen. Vom 16. bis zum 18. November nahm Julian Knoll aus Leopoldshöhe den Sitz von Julia Eisentraut (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) ein. Der 18-Jährige war jahrelang in der