Abiturient aus Leopoldshöhe gewinnt neue Perspektiven beim 13. Jugendlandtag

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Einmal im Jahr findet in Düsseldorf der Jugendlandtag statt. Als Abgeordnete erleben die jungen Menschen den parlamentarischen Alltag mit Fraktionssitzungen, Ausschusssitzungen und Expertenanhörungen. Vom 16. bis zum 18. November nahm Julian Knoll aus Leopoldshöhe den Sitz von Julia Eisentraut (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) ein.

Der 18-Jährige war jahrelang in der Schüler*innenvertretung aktiv und engagiert sich seit dem Sommer zusätzlich im Jugendforum des Kreises Lippe. Trotz seiner eigenen Erfahrungen zeigte er sich sehr beeindruckt davon, wie stark die parlamentarische Arbeit den Blickwinkel erweitert: „Zum Thema Fachkräftemangel haben wir zwei Expertenmeinungen angehört, einmal aus Arbeitgeber- und einmal aus Arbeitnehmersicht. Ich habe hautnah erfahren, warum das Thema so kompliziert und vielschichtig ist.“ Auch das Verständnis für langwierige Prozesse in einer Demokratie ist bei Julian durch die thematische Auseinandersetzen gestiegen: „In einer gemeinsamen Ausschusssitzung mit allen Fraktionen haben wir über die Argumente der Expert*innen zum Fachkräftemangel diskutiert. Hier ist mir aufgefallen, wie schwierig es sein kann, gemeinsam Lösungen zu finden und umzusetzen.“

Die Abgeordnete Eisentraut stimmt Julian Knoll zu: „Demokratie ist Arbeit. Der Jugendlandtag gibt einen ersten Einblick in die Prozesse und Strukturen auf Landesebene und fördert so das Verständnis dafür, dass es ‚die eine richtige Lösung für alle‘ in einer Gesellschaft nicht gibt und daher bestmögliche Kompromisse erarbeitet werden müssen.“

Highlight des Jugendlandtages ist in jedem Jahr die Plenarsitzung. Hier können die Jugendlichen ihre Ergebnissen aus den verschiedenen Fraktions- und Ausschusssitzungen in Reden präsentieren. Auch über den Antrag zur Lösung des Fachkräftemangels, an dem Julian Knoll mit anderen Jung-Parlamentarier*innen gearbeitet hatte, wurde abgestimmt. Er wird nun an den Hauptausschuss des Landtags weitergeleitet. Außerdem debattierte Julian mit seinen „Kolleg*innen“ in einer aktuellen Stunde über das umstrittene Thema der sogenannten Clankriminalität: „Auch hier konnte ich durch die unterschiedlichen Fraktionsmeinungen ganz neue Perspektiven gewinnen.“

Julian Knoll nach dem 3-tägigen Jugendlandtag.

Neben der politischen Arbeit gab es auch einen Parlamentsabend für die jugendlichen Parlamentsabgeordneten mit musikalischer Unterhaltung und Möglichkeiten für Gespräche. Julian Knoll blickt begeistert auf die drei intensiven Tage in Düsseldorf zurück: „Zusammengefasst war der Jugendlandtag 2023 für mich eine sehr gute Möglichkeit, Politik zu erleben. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und erfahren, wie wichtig offene Diskussionen sind. Zudem habe ich mitgenommen, warum Demokratie auch für uns Jugendliche wichtig ist und wie bedeutend politisches Engagement für mich zur Mitgestaltung der Demokratie ist.“

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