2 Fragen an die Bürgermeisterkandidatin

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In der Reihe 2 Fragen an die Bürgermeisterkandidatin beantworte ich Fragen von Menschen hier aus Oerlinghausen, die ich im Wahlkampf gestellt bekomme. Sie haben eine Frage für mich, kontaktieren Sie mich gerne und senden Sie mir ihre Frage zu!

Wie entwickeln Sie die Kraft, als junge Frau auf neuem Terrain, immer weiterzumachen und Entwicklungen voranzutreiben, gegen eventuell festgefahrene Machenschaften?

Als Wissenschaftlerin und Informatikerin ist es täglich mein Job, die Grenzen des Machbaren zu verschieben und daraus tragfähige Lösungen für die Praxis zu erarbeiten. Aus meiner ehrenamtlichen Arbeit als Leiterin für Kinder- und Jugendkurse und aus der Veranstaltungsplanung für die Tagung Vision: Gutes Lehren und Lernen weiß ich, wie man Beteiligung offen und klar gestaltet und es schafft, neue Ideen mit vielen verschiedenen Menschen umzusetzen.

Während meines Studiums und meiner Promotion habe ich mich immer wieder in neue Themengebiete eingearbeitet und mir neues Wissen und neue Fähigkeiten angeeignet. Ein Grund, mich für eine Promotion zu entscheiden, war gerade ständig etwas Neues zu lernen. Als Bürgermeisterin ist das genauso: Man ist ständig in anderen Themengebieten unterwegs, steht vor neuen Problemen und Herausforderungen und arbeitet mit immer neuen Menschen zusammen.

In der Forschung lernt man auch, mit Rückschlägen umzugehen und entwickelt eine große Frustrationstoleranz. Ideen, die aussichtsreich schienen, funktionieren am Ende doch nicht wie gewünscht, Aufsätze werden nicht zur Veröffentlichung akzeptiert und manchmal stellt man auch nach einem Jahr oder länger Forschung fest, dass es mit dem gewählten Ansatz überhaupt nicht weitergeht. Dann heißt es für mich: tief durchatmen, den Kopf bei einem Spaziergang oder beim Lesen freibekommen, mit anderen Menschen das Problem diskutieren und dann einfach weitermachen. Meine Hauptantriebskraft ist es zu wissen, dass meine Arbeit anderen Menschen zugutekommt.

Zum Abschluss: Eingefahrene Strukturen lösen sich meiner Meinung nach auf zwei Arten am besten auf indem, …

  1. … neue Menschen dazukommen. Neue Menschen ändern bestehende Systeme drastisch. Oerlinghausen ist meine Wahlheimat und ich lebe hier schon seit zweieinhalb Jahren. Noch habe ich einen frischen Blick auf Oerlinghausen und kann damit Veränderungen anstoßen.
  2. ... Entscheidungen offen, informiert und mit echten Beteiligungsmöglichkeiten aller getroffen werden.
    Mit Transparenz, echter Bürger:innenbeteiligung und gut belegten, nachvollziehbaren und anschaulich dargestellten Informationen will ich gezielt verhindern, dass nur eine kleine Gruppe viele Entscheidungen auf unvollständiger oder falscher Grundlage trifft.

Wie stehen Sie zu einem Jugendparlament, -rat oder -forum?

GRÜN ist ernst nehmen, wem die Zukunft gehört. Das ist eines meiner Lieblingsplakate aus der Kampagne der Grünen zur Kommunalwahl. Denn genau dafür stehe ich ein. Aus meinen Hospitationen an Deutschen Schulpreisträgerschulen und Schulen im Netzwerk Schule im Aufbruch weiß ich, wie wichtig demokratische Mitbestimmung von Anfang an ist und habe viele gelungene Beispiele kennengelernt.

Deshalb sage ich ganz klar: Wenn es Jugendliche gibt, die sich in einem Jugendparlament, -rat oder -forum engagieren möchten, werde ich dieses Engagement auf jeden Fall von Anfang an unterstützen.

Außerdem setze ich mich zusammen mit den Grünen Oerlinghausen dafür ein, dass Politiker:innen aller Ratsfraktionen den Schüler:innen auf Einladung der Schulen regelmäßig Rede und Antwort stehen.

Ich setze mich auch dafür ein, dass neben den Schulleitungen auch die Schüler:innen- und Elternvertretungen regelmäßig als Gäste des Schule-und-Kultur-Ausschusses geladen werden oder Sitze als beratende Mitglieder erhalten.

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